Tanja Vieth müde und ausgelaugt

Müde und ausgelaugt? Meine Tipps für Dich!

 

Hallo,

momentan arbeite ich an der Eröffnung meines Ateliers und das macht mich manchmal ganz schön fertig. Gerade um die Mittagszeit kämpfe ich wie die meisten Menschen mit Müdigkeit und mangelnder Konzentration. Die Leistungsfähigkeit nimmt spürbar ab, die Kreativität lässt erkennbar nach. Zudem steigern mangelnde Aufmerksamkeit und vermindertes Reaktionsvermögen die Unfallgefahr um das Siebenfache.

Mein Tipp wie man Abhilfe schaffen kann, ist ein kurzes, im wahrsten Sinne des Wortes kraftspendendes Nickerchen – das sogenannte Power Napping. Der Kurzschlaf außerhalb der nächtlichen Hauptschlaftphase hilft dem Gehirn, sich zu regenerieren. Dies steigert nicht nur die Produktivität und Leistungsfähigkeit, sondern senkt auch das Herzinfarktrisiko.

So modern der Begriff des Power Nappings auch sein mag, so antiquiert sind immer noch die Vorstellungen darüber in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Bei der Arbeit zu schlafen ist in der modernen Leistungsgesellschaft scheinbar nicht vorgesehen. Die Anzahl von Fehltagen wegen psychischer Leiden nimmt kontinuierlich zu. Ebenso verhält es sich mit Burnout.

Zwei- bis dreimal pro Woche praktiziert wirkt sich der Mittagsschlaf am nachhaltigsten aus. Als optimaler Zeitraum für einen effektiven Schlaf gilt die Zeit zwischen 13 und 15 Uhr, wenn die meisten Menschen ihr biorythmisches Mittagstief erreicht haben. Entscheidend ist hier allerdings seinen eigenen Biorythmus wahrzunehmen um zu erkennen wann die Müdigkeit einsetzt und das persönliche „Schlaffenster“ erreicht ist.

Über die Dauer der Mittagsruhe gibt es zunehmend unterschiedliche Auffassungen. Schlafforscher warnten lange Zeit davor, die Dauer von 20-30 Minuten nicht zu überschreiten, da das Eintreten in die Tiefschlafphase dazu führt, dass man länger braucht um wieder aufzuwachen und fit zu sein.

Neuere Studien hingegen kommen zu dem Ergebnis, dass eine Schlafenszeit von einer bis zu eineinhalb Stunden eine optimale Wirkung auf die Lernfähigkeit hat und somit auch den größten Erholungseffekt erzielt.

Förderlich für ein schnelles Einschlafen und die Ingangsetzung einer effektiven Erholungsphase ist eine körperliche und seelische Entspannung. Dazu können beruhigende Musik und das Abdunkeln des Raumes beitragen. Störfaktoren, wie das Telefon oder das Handy sollten bestmöglich ausgeschaltet oder auf Kollegen umgeleitet werden. Wichtige Termine und Besprechungen sollten in der Mittagszeit selten ausgeführt werden. Zudem hilft eine angenehme Körperhaltung bei der der Kopf zumindest abgestützt und die Beine in eine erhöhte Position gebracht werden sollten. Es empfiehlt sich darüber hinaus, sich mit einer leichten Decke zuzudecken, da der Körper im Schlaf deutlich schneller auskühlt. Leichte und fettarme Kost vor der Mittagsruhe wirkt sich ebenfalls positiv auf die Ergiebigkeit der Erholungsphase aus.

Eine Tasse Kaffee vor dem Einschlafen erleichtert schließlich nicht nur das Wachwerden, sondern steigert sogar die Wirkung des Kurzschlafs. Das Koffein entfaltet seine Wirkung grundsätzlich erst nach 20 Minuten. Damit hat es keine hemmende Auswirkung auf das Einschlafen, es gibt jedoch einen erfrischenden Schub bei der anschließenden Aufwachphase. Man sollte sich in jedem Fall Zeit zum Aufwachen nehmen und die Körperspannung durch Streckübungen wieder aufbauen. Hilfreich können zudem das Abspülen des Gesichts mit kaltem Wasser und helles Licht sein.

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