Tanja Vieth Lifestyle

[:de]Meine ersten drei Monate auf Instagram[:en]My first three month on Instagram[:]

[:de]Nach drei Monaten Instagram schaue ich einfach mal zurück. Zurück heißt ca. 4000 Follower zurück in die Vergangenheit. Mittlerweile ist diese Plattform zu einem festen Bestandteil meines Tages geworden. Es gibt einigen Profilen, denen ich gerne folge und so manchen macht es Spaß mein Leben zu verfolgen. Nach 12 Wochen kann ich sagen, dass ich mich immer besser bei Instagram auskenne und wirklich viele Stunden dort schon verbracht habe.

Hin und wieder schaffen es Instagram Profile tatsächlich mich einzuschüchtern. Im Profiltext stehen manchmal die tollsten Berufe und sorgen dafür, dass ich mich hin und wieder ganz klein fühle. Ich sehe Bilder von Frauen, perfekt gestylt und mit luftigen Haaren. Sie sitzen an wundervollen sonnigen Orten in den aufregendsten Klamotten. Die Sportverrückten, die in enganliegender Neonwäsche ihre Laufzeiten posten und dazu ihren Waschbrettbauch. Fotos vom Mittag- oder Abendessen, die so manchen Koch vor Neid erblassen lassen.

Das letzte Profil, was es geschafft hat, war allerdings der Feed eines Mannes, der sagen wir mal so, eigentlich recht durchschnittlich aussah. Durchschnittlich aber sympatisch. Jedenfalls aus meiner Perspektive. Sein Profilbild zierte ein Portrait von ihm, breit lächelnd mit strahlenden Augen. In seiner Hand hielt er einen gelben Papiermund am Stiel. So einen, wie er auch oft auf Hochzeiten in der Photobooth verwendet wird, um mit unterschiedlichen Accessoires witzige Bilder per Selbstauslöser zu machen. Es war nicht mal das Foto, welches mich an mir selbst zweifeln ließ oder gar die Sammlung seiner Fotos. Diese waren nicht mal besonders professionell. Hier und da ein Bier, ein Selbstportrait oder aber auch einige Stücke Erdbeerkuchen.

Sein Sohn beim Billiard spielen oder die schlafende Katze erweckten eigentlich den Eindruck, dass es sich hier um ein ganz unspektakuläres Instagramprofil handelte. Gedanklich habe ich ihn in die gleiche Alterschublade wie mich abgelegt. Irgendetwas zwischen Mitte und Ende Dreißig. Es war sein kurzer Profiltext, der es vor einigen Wochen geschafft hat, dass ich ihm unbedingt folgen wollte. „Musterbrecher, Freistil Unternehmer, Manager, free spirit standen dort direkt hinter dem Zitat: Die Welt ist bunt. Dazu noch sein Wohnort und eine Website, die ich nicht für nötig hielt zu besuchen.

Dieses Profil suggerierte mir dieser Mann ist so freigeistig, dass er nicht mal Wert darauf legt, gute Fotos online zu stellen, weil er es einfach nicht nötig hat. So folgte ich ihm die ersten drei Monate meines Instagram-Daseins. Immer ein wenig ehrfürchtig. Insgeheim war ich auch der Meinung ein freier Geist zu sein, stand mir aber immer wieder dabei selbst im Weg, mich mir gerecht werdend, zu präsentieren. Welchen tollen Job hatte er wohl? Einem indem es möglich ist alle Muster aufzubrechen und in bunten Farben die Welt zu entdecken. Ich möchte auch so sein.

Fast auf den Tag genau, drei Monate später öffnete ich zum ersten Mal den Link zu seiner Homepage. Es war eine Seite, auf der man sich sein Massivhaus selbst konfigurieren konnte. Ob ein Aktiv-Energiehaus, ein klassisches Einfamilienhaus oder aber ein Bungalow. Mein Musterbrecher verkauft Musterhäuser? Häuser von der Stange? Es geht nicht um die Tatsache, dass ich denke das dieser Beruf keine Wertschätzung verdient. Es geht ausschließlich um die Frage, die dann sofort in meinem Kopf ist, wie frei kann man sein, wenn man in einem so festgelegten Rahmen agieren muss? Trotzdem oder gerade deswegen ist Her D. aus D. mein heimlicher Instagramheld. Mit seinen ca. 2000 Followern, die ihm aus welchen Beweggründen auch immer, folgen. Vielleicht alles Häuslebauer oder welche die es noch werden wollen. Weil er es geschafft hat mich mit so einfach Mitteln zu begeistern. Zumindest für eine gewisse Zeit.

Womit kann man dich begeistern?

Laptop Pralinen Tanja Vieth

success gold Tanja Vieth[:en]After three months on social media I took a look back. Looking back entails looking at the past, 4000 followers ago. Meanwhile this platform has become an integral part of my day. There are some profiles I enjoy following, and there are those who enjoy following my life. After 12 weeks I can say that I’m getting more and more familiar with Instagram everyday and I have already spent many hours on it.

Occasionally there are profiles that intimidate me. It’s those that write about their great jobs and that makes me feel small sometimes. I see pictures of perfectly styled women with their hair blowing in the wind. They’re sitting in wonderful sunny places and wear the most exciting clothes. Then there’s the sport crazy women who post their impossible run times wearing tight neon colored underwear and showing their six-pack. Pictures of lunches or dinners which will turn any cook green with envy.

The last profile that intimidated me however ,was the feed of a man who didn’t looked so special to be honest. He wasn’t special but he was extremely likable, at least from my perspective. As a profile picture he had a portrait of himself where he showed a broad smile with bright eyes. He held a yellow paper mouth on a stick in his hand. Like the props that are often used at weddings in a photo booth to make funny pictures. It wasn’t even the picture or his photo collection that made me doubt myself. His photos obviously weren’t professional.  A beer now and then, a self-portrait, or slices of strawberry cake. Photos of his son playing billiards and his sleeping cat actually created the impression that his profile is just another unspectacular one. In thoughts I already had categorized him in the same mid-to late thirty age group as myself. It was his short profile text that made me absolutely want to follow him a few weeks ago. The text said,  “pattern-breaker, freestyle-entrepreneur, manager, free spirit.“  Then under the quote it said: “The world is colorful.”  In addition he gave his address and website which I didn’t deem necessary to visit.

This profile suggested the man to be so free thinking that he doesn’t even attach importance to posting good photos just because he didn’t need it at all. So I followed him the first three months of my Instagram life. I was a little regretful though. Secretly I thought to be a free spirit myself but I always got in the way when I tried to present myself how i wanted to be seen. I wondered what an exciting job he must have. A job, that allows to break down the patterns and to discover the world in all its colors. I want to be like him.

Almost three months later on a particular day I opened the link to his homepage for the first time. It was a page where you could configure your own solid home – weather active energy houses, a classic single-family-house or a bungalow. My pattern breaker is selling model houses?  Ready-made houses? It’s not that I think this job doesn’t deserve appreciation. I just ask myself how free can your mind be when you have to act in such a framework? Even though or maybe just because of that Mr. D. is my secret Instagram hero. With his 2000 followers who follow him whatever motives they have. Maybe they are all house builders or people who want to become house builders. For me he is a hero because he inspired me by means of simple tools-at least for a little while.

How can I inspire you?

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4 Comments

  • Sonja_bionic Januar 28, 2020 at 8:43 pm

    Hi,
    ein sehr guter Beitrag. Allerdings sollte man bei Insta auch auf Fake Profile aufpassen. Denn wenn ein Person nur perfekte Fotos (super hübsch, absolut makellos, Traum Body, Traum Urlaubsorte, usw.) in seinem Profil hat, sollte man misstrauisch sein. Vor kurzem schrieb mich ein Typ an, der behauptet hat er sei Jake Gyllenhaal. Da ich aber wusste, das Jake kein rein privates Konto hat habe ich ihm direkt zurück geschrieben, das er es nicht ist und er ein Catfish bzw. Fake ist. 10 Minuten später war der Account von dem angeblichen Jake Gyllenhaal gelöscht. Aber bis dahin hatte der Typ schon über 300 Follower. Man sollte also immer etwas aufpassen und nicht alles sofort glauben auf Insta.

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    • tanjavieth Februar 11, 2020 at 11:38 am

      Hallo Sonja,
      ja absolut richtig. Da hilft manchmal der blaue Haken um zu sehen, ob die Person echt ist.

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  • waterfallmagazine.com Juli 9, 2020 at 1:12 pm

    https://waterfallmagazine.com
    Fine way of explaining, and fastidious article to take facts on the topic of my presentation subject, which i am going to present in institution of
    higher education.

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    • Tanja Vieth Juli 9, 2020 at 3:58 pm

      Thank you! What kind of presentation?

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